CO2e-neutrale Produkte

CO2e-neutrale Produkte

Unter dem Motto „Boden gut machen“ engagieren wir uns für den weltweiten Klimaschutz. Seit Anfang 2013 kompensieren wir die CO2e-Emissionen, die bei der Produktion unserer Säuglingsmilchnahrungen entstehen über biodynamische Kompostprojekte von Soil & More  in Ägypten und Südafrika. Ab November 2014 sind zudem auch die Holle Getreidebreie sowie alle Holle Milchbreie CO2e neutral.

CO2e-neutral bedeutet, dass die Produkte vom Bauern über die Produktion bis zur Anlieferung an den Grosshandel CO2e-neutral hergestellt werden. In Ägypten werden durch unser Engagement seit Anfang 2013 jährlich 35 Hektar (350.000 Quadratmeter) Wüste urbar und für die Bio-Landwirtschaft nutzbar gemacht. Dies entspricht ca. 45 Fussballfeldern (FIFA-Norm). In Südafrika werden seit Anfang 2008 in großem Stil städtische Grünabfälle zu hochwertiger Pflanzenerde recycelt und dabei jährlich ca. 60.000 Tonnen CO2e eingespart. Holle engagiert sich hier seit Mitte 2013.

Carbon Footprint (CO2e Bilanz) der Holle Säuglingsmilchnahrungen, Getreidebreie und Milchbrreie

Als erster Schritt auf dem Weg zu CO2-neutralen Produkten berechnete die Firma Soil & More International zunächst jeweils sämtliche bei der Herstellung (Milchbauern, Getreidebauern), Produktion (Milchverarbeitung, Getreideverarbeitung), Transport & Logistik sowie Verwaltung (Holle baby food GmbH) entstandenen Treibhausgasemissionen, um diese dann, in einem zweiten Schritt, mit Hilfe von sogenannten Emissionszertifikaten zu neutralisieren. Im Januar 2013 begannen wir mit den Holle Säuglingsmilchnahrungen. Ab November 2014 sind zudem auch die Holle Getreidebreie sowie alle Holle Milchbreie C02 neutral.

Soil & More engagiert sich unter anderem für biologisch nachhaltige Landwirtschaft und betreibt mit Partnern in Entwicklungs- und Schwellenländern Anlagen, die organische Abfälle wie Ernterückstände, Grünschnitt und Miste durch ein aerobes, Sauerstoff angereichertes Kompostierungsverfahren in hochwertigen Kompost umwandeln. Bei diesen Umwandlungsprozessen entsteht nur ein Bruchteil der bei der herkömmlichen Entsorgung durch Verbrennung oder vor allem unkontrollierte Verrottung entstehenden Treibhausgasemissionen. Dieser Beitrag zur Reduzierung des Treibhauseffektes wird mit handelsfähigen Emissionszertifikaten vergütet.

Die CO2-Minderungsprojekte bzw. die dort generierten Emissions-Zertifikate sind von der TÜV Nord Cert GmbH zertifiziert und entsprechen den Anforderungen der Vereinten Nationen. Zum Ausgleich der durch die Herstellung der Holle Produkte entstandenen Treibhausgasemissionen werden seit Anfang 2013 Emissionszertifikate aus dem CO2-Minderungsprojekt in SEKEM, Ägypten sowie seit Mitte 2013 Emissionszertifikate aus dem Projekt Reliance in Südafrika verwendet. Bei beiden Projekten wird Biomasse durch kontrollierte aerobe Kompostierung zu hochwertigem Humus verarbeitet. In Ägypten betreibt Soil & More mit seinem ägyptischen Partner, der Sekem Group, zwei Kompostierungsanlagen. In Südafrika hat Soil & More mit der Firma Reliance ebenfalls eine Kompostanlage aufgebaut die mittlerweile selbstständig von Reliance betrieben wird. Hier werden die städtischen Grünabfälle von Kapstadt kompostiert.

Kompost fürs Klima

Boden gut machen - Schritt für Schritt durch Humusbildung und nachhaltiges Bodenmanagement

Böden sind einer der grössten natürlichen Kohlenstoffspeicher der Erde. Dies verleiht ihnen zum einen die Möglichkeit, in Verbindung mit vielen Millionen Mikroorganismen eine physikalische Struktur aufzubauen die effizient mit Wasser und Nährstoffen haushaltet. Zum anderen stellt es sie aber auch in den Mittelpunkt der Klimadebatte, da ohne einen nachhaltigen Bodenschutz und Aufbau der Klimawandel nicht zu stoppen ist. Holle unterstützt die Kompostierungsprojekte von Soil & More, da es sich bei diesen nicht nur um rein emissionsmindernde Projekte handelt, sondern der Fokus primär auf der Entwicklung nachhaltiger fruchtbarer Böden und damit der Produktivitätssteigerung und -sicherung und Wassereinsparung liegt.

Durch Kompostierung unterstützte nachhaltige Landwirtschaft verfügt über vielfältige positive Auswirkungen auf landwirtschaftliche Böden. Sie trägt, richtig durchgeführt, nicht nur langfristig zu einer besseren Ernährungsversorgung und einem schonenden Umgang mit knappen Ressourcen wie Wasser bei. Sie bietet unzähligen Landwirten in den benachteiligten ländlichen Regionen auch eine sichere Lebensgrundlage. Was zuvor als Abfall entsorgt wurde, wandelt sich zum wertvollen Rohmaterial, das zur Erhöhung von Einkommen, der Verbesserung der Ernährungssicherheit und der Pflege kulturlandschaftlicher Umwelt beiträgt. Wir glauben, dass der Emissionshandel so zur Förderung nachhaltiger Landwirtschaft beitragen kann.